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Kriminalstatistik und politisch motivierte Kriminalität

Polizeibericht

Innensenatorin Iris Spranger und Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik haben am 22.4.2022 die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2021 und die Statistik der politisch motivierten Kriminalität für das Jahr 2021 vorgestellt.
Insgesamt zeigen beide Auswertungen eine rückläufige Gesamtfallzahl. Erstmals liegt ein statistischer Überblick über einen ausschließlich durch Corona geprägten Zeitraum vor.

Kriminalstatistik 2021
Im vergangenen Jahr wurden in Berlin insgesamt 482.127 Straftaten registriert. Das ist gegenüber 2020 ein Rückgang um 22.015 Fälle bzw. um 4,4%. Damit ging auch die Häufigkeitszahl (Anzahl der Straftaten je 100.000 Einwohner) auf 13.158 zurück. Das ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung Berlins. Die Aufklärungsquote liegt auf dem zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Sie sank gegenüber dem Vorjahr von 46,1% auf 45,3%.

Politisch motivierte Kriminalität
Das gesamte Fallaufkommen der politisch motivierten Kriminalität (PMK) ist gegenüber 2020 von 6.098 Fällen auf 5.799 Fälle gesunken. Dies entspricht einer Abnahme um 4,9%. Die Aufklärungsquote hat sich auf 39,2% verbessert. Bei den Gewaltdelikten der PMK war jedoch gleichzeitig eine Steigerung von 911 auf 1.037 Fälle (+13,8%) zu verzeichnen. Es wurden 422 Fälle im Bereich der Straftaten mit einer antisemitischen Motivation registriert (+14,7%), wobei in 282 Fällen eine rechtsgerichtete Motivation festzustellen war. Deutlich gesunken ist die Fallzahl der PMK rechts – von 2.495 Fällen auf 1.987 Fälle (-20,4%). Ebenso verhält es sich bei den Erkenntnissen zur PMK links. Hier ist eine Abnahme von 2.146 auf 1.507 Fälle zu beobachten (-29,8%).

Die ausführliche Presseinformation ist am 22.4.2022 mit statistischen Details und Links veröffentlicht worden.


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