Montag, 22. Juni 2026
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Eichenprozessionsspinner: Massenentwicklung fordert Grünflächenämter heraus

Eichen-Prozessionsspinner

Der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner stellt alle Berliner Bezirke in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Deshalb haben sich die für Straßen- und Grünflächen zuständigen Bezirksstadträtinnen und Bezirksstadträte aller zwölf Berliner Bezirke mit der Bitte um eine stärkere gesamtstädtische Unterstützung gemeinsam an den Senat gewandt.

In der Pressemitteilung vom 18.06.2026 meldet sich Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz, Filiz Keküllüoğlu (Bündnis 90/Die Grünen) umfangreich mit Forderungen an den Berliner Senat und sieht eine gesamtstädtische Aufgabe zur Bekämpfung. Dabei liegt aber die zentrale Zuständigkeit bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mit dem fachlich zuständigen Pflanzenschutzamt Berlin: Tierische Schaderreger: Eichenprozessionsspinner.

Inzwischen ist die Gefahr schon am Abklingen, die Raupen verpuppen sich. Doch die Nester und die alten verlassenen Nester stellen für Menschen und Tiere (aufgrund der Gifthaare) eine Gefahrenquelle dar.
Ähnlich wir bei der Bekämpfung der Miniermotten an Kastanien ist wohl eine mehrjährige Bekämpfung als Kampagne in Berlin notwendig – die Ökologie und Fressfeinde der Raupen umfasst.

Bekämpfung im Frühjahr verpasst?

Dieses Jahr wurde das Frühjahrs-Zeitfenster zur Bekämpfung wie in den letzten Jahren offenbar verpasst, So hat sich eine Massenentwicklung von Thaumetopoea processionea herangebildet. Ein Rückgang der natürlichen Fressfeinde trägt dazu sicher auch bei, denn Blaumeisen und Kohlmeisen sind in den öffentlichen Parks rar geworden. Die Bezirksämter in Berlin und das Pflanzenschutzamt sollten für 2027 eine frühe Bekämpfung vorbereiten. Dazu können auch Meisen-Kästen betragen, in denen die Vögel ihre Brut geschützt vor Krähen aufziehen können.
Efffektiv ist der Einsatz von Einsatz von Nematoden (z. B. Steinernema feltiae), Die Bekämpfung mit Biozidprodukten wie Bacillus thuringiensis kurstaki (Btk) oder Neem-Extrakt ist ebenfalls möglich.