Donnerstag, 21. Oktober 2021
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Das Hans-Zoschke-Stadion wird fit für die Regional-Liga

Hans-Zoschke-Stadion

Fußball ist in Berlin im Aufschwung — trotz Corona gibt es einen starken Trend für den Ballsport. Zwei Bundesligisten und viele starke Regional-Liga-Mannschaften schieben das Interesse an. Der Verein Lichtenberg 47 ist dabei auch das Aushängeschild von Lichtenberg, das künftig für mehr Zuschauer gerüstet sein muß.
Der Bezirk Lichtenberg bekommt nun für die Teilüberdachung der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ viel Geld: 500.000 Euro.

Die Teilüberdachung ist für eine Lizensierung des Stadions für Regionalliga-Spiele notwendig. 2019 stieg der Verein Lichtenberg 47 in die vierte Liga auf. Das Stadion hingegen erfüllt noch nicht die Anforderungen an Spiele auf dieser Ebene.

„Hans Zoschke“ — Erinnerung an einen Widerstandkämpfer
Hans Zoschke war ein Lichtenberger Arbeiterkind und spielte im Sportclub Empor Fußball. Hier traf er Werner Seelenbinder, Fritz Riedel und andere Arbeitersportler kennenlernte. Nach 1933 beteiligte sich Zoschke aktiv am Kampf gegen den Nationalsozialismus und schloss sich, ohne Mitglied in einer kommunistischen Vereinigung zu sein, einer Widerstandsgruppe an. Er nahm an marxistischen Schulungen teil, verbreitete illegale antifaschistische Literatur, klebte Antikriegsplakate im Lichtenberger Kiez und verbarg 1941 Alfred Kowalke in seiner Wohnung. Im Februar 1942 wurde Zoschke verhaftet, am 5. September 1944 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler mit fünf Mitangeklagten zum Tode verurteilt (darunter Erich Lodemann, Otto Schmirgal, Werner Seelenbinder und Walter Siemund) und am 26. Oktober im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Seine Urne wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde an der Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt. Eine Gedenktafel erinnert am Staioneingang an Hans Zoschke.

Mittel für das Tribünendach aus ehemaligen Parteivermögen
Das Fördergeld stammt aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (PMO-Mittel). Der Bezirk Lichtenberg hatte fünf Projekte beantragt, von denen drei bewilligt wurden. Lichtenberg erhält insgesamt 646.420 Euro zur Förderung nicht staatlicher Projekte mit sozialem beziehungsweise kulturellen Zweck.

146.420 Euro gehen an den Campus für Demokratie für die Beschaffung von Studioausstattung für Onlinesendungen und das Deutsch-Russische Museum Karlshorst für die Errichtung von Infopoints im ehemaligen Sperrgebiet.
Über die Verteilung der Mittel hatte der Berliner Senat Anfang Juli entschieden, der über insgesamt rund 12,1 Mio. Euro PMO-Mittel verteilte. Gefördert werden damit Maßnahmen der wirtschaftlichen Umstrukturierungen sowie soziale und kulturelle Maßnahmen.

Für Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) ist das ein weiterer Erfolg: „Ich freue mich sehr, dass das Zoschke-Stadion nun die notwendgien Mittel für den Ausbau erhalten hat. Das Stadion hat nicht nur historischen Wert, sondern ist auch ein echtes Stück Lichtenberg. Wer noch ehrlichen Fußball in familiärer Atmosphäre erleben will, der sollte ins Hans-Zoschke-Stadion gehen.”

Der für Sport zuständige Bezirksstadtrat Martin Schaefer (CDU) sagte: „Der Verein Lichtenberg 47 ist mittlerweile Botschafter weit über unseren Bezirk hinaus und begeistert zugleich das heimische Publikum. Die neue Teilüberdachung ist Teil des Lizenzverfahrens und auch eine klare Botschaft an die Regionalliga: Lichtenberg 47 ist gekommen, um zu bleiben – und wer weiß, vielleicht geht ja irgendwann mal sogar noch mehr.“

Dr. Andreas Prüfer, Präsident des Vereins Lichtenberg 47 wird damit auch mit großen Erwartungen konfrontiert: „Ich freue mich sehr, dass der Bezirk Lichtenberg den Ausbau der HOWOGE- Arena Hans Zoschke vorantreibt. Mit den jetzt akquirierten Mittel für eine Tribünenüberdachung wird das Stadion zukunftsfest. Der SV Lichtenberg dankt Bürgermeister Michael Grunst für sein unermüdliches Engagement.“

Für den Fußballsport sind damit in Lichtenberg die Weichen für die Zukunft gut gestellt. Es ist eine Chance für den Verein, für den Bezirk und für Wirtschaft im Bezirk, die hier mit Sponsoring und Nachwuchsarbeit noch mehr Unterstützung zeigen kann.
Mehr Zuschauer, mehr Spiele und mehr Gäste: das bedeutet auch über Gastronomie, nachhaltige Versorgung und Beherbergung von Gästen muß nun nachgedacht und geplant werden.


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