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Neuer Bezirksstadtrat Kevin Hönicke ernannt

Bezirksstadtrat Kevin Hönicke (SPD)
Es ist ein Novum: erstmals wurde ein neuer Stadtrat unter Quarantänebedingungen per Briefwahl gewählt. Das Ergebnis am Abend des 6. April 2020 war vorhersehbar: Kevin Hönicke (SPD) wird Nachfolger von Brigit Monteiro (SPD) im Amt des Stadtrates für die Bereiche Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit. Damit nimmt er auch die Aufgabe des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters wahr.

Kevin Hönicke wechselt gibt der Übernahme des Amtes als Bezirksstadtrat formal sein Mandat in der Bezirksverordnetenversammlung ab. 
Der bisherige SPD-Fraktionsvorsitz und die Aufgaben als Bezirksverordneter im Jugendhilfeausschuss, im Ausschuss für Schule und Sport sowie Ausschuss für Haushalt und Personal müssen nun neu vergeben werden.

Kevin Hönicke machte bei seiner Ernennung deutlich, dass er in Zeiten von Corona auf direkte Kommunikation und lösungsorientierte Politik setzt. Insbesondere die Zusammenarbeit der öffentlichen Behörden, der Schutz der Bevölkerung aber auch das Funktionieren des Rechtsstaates müssen weiterhin sichergestellt sein. Maßnahmen müssen verständlich und mit Augenmaß umgesetzt werden. Kevin Hönicke (SPD) formulierte dazu seinen Dank und beschrieb seine kommende Agenda: 

"Ich danke der BVV für die Durchführung der Briefwahl und für die Wahl. Sofort werde ich mit der Arbeit beginnen, damit ich mich in den Bereichen Soziales und Arbeit um die Menschen kümmern kann, welche nun von Kurzarbeitergeld oder etwaiger Arbeitslosigkeit betroffen sind. Aber auch dem Gefühl der Einsamkeit bei Menschen aufgrund der aktuellen Maßnahmen muss entgegengewirkt werden. Im Bereich Wirtschaft möchte ich den Unternehmen und Betrieben, darunter auch dem Tierpark, in unserem Bezirk zur Seite stehen. Damit alle wohl behalten durch diese Krise kommen. Bezahlbare Wohnungen müssen weiter geplant und gebaut werden, hierfür stehe ich im Bereich Stadtentwicklung ein. Es gibt keine Schonzeit im Amt und ich bin dankbar, mich nun in das Team des Bezirksamtes produktiv und kooperativ einbringen zu können."

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (DIE LINKE) gratulierte ihm:

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und Verstärkung im Team des Bezirksamtes. Lichtenberg braucht für den sozialen Zusammenhalt bezahlbare Mieten, den Neubau bezahlbarer Wohnungen und die Schaffung der notwendigen Infrastruktur wie Schulen und Kitas."

Kevin Hönicke ist gebürtiger Berliner, Jahrgang 1984. Zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern wuchs er in Marzahn und später in Hellersdorf auf. Nach seinem Realschulabschluss absolvierte Kevin Hönicke erfolgreich eine Lehre zum Kfz-Mechaniker. Anschließend holte er sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte Physik und Mathematik an der Humboldt Universität zu Berlin. Sein zweites Staatsexamen absolvierte er 2014 am Otto-Nagel-Gymnasium, wo er als Lehrer bis gestern die Fächer Physik und Mathematik als unterrichtete.

Kevin Hönicke ist seit 2017 verheiratet und lebt mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und einer Katze im Bezirk Lichtenberg.

Seit 2008 ist er Mitglied der SPD in Lichtenberg, wirkte aktiv mit im "Forum Weitlingkiez" und setzte sich für demokratische Werte und gegen Rassismus im Bündnis für "Demokratie und Toleranz "ein.

In der Lichtenberger Wirtschaft und in der Kreativ- und Kulturwirtschaft ist der Amtwechsel mit einigen Hoffnungen verbunden. Die harte Haltung der ehemaligen Stadträtin Birgit Monteiro im Konflikt zwischen Gewerbe und Kreativwirtschaft, wie z.b. im Fall der Haubrok Foundation hat eine tiefe Verunsicherung hinterlassen. 
Der neue Stadtrat könnte eine neue Kursbestimmung vornehmen, und künftig stärker auf die Synergien der "Creative City" setzen. Kunst und Kultur, sowie Gewerbe und Industrie stehen in Berlin in vielen Wechselwirkungen und treiben gemeinsam gute Arbeit und Wirtschaft an.