Mittwoch, 02. Dezember 2020
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Großes Mieterstromprojekt im Mühlengrund

Mieterstromprojekt Mühlengrund

Die Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN und die Berliner Stadtwerke haben ein weiteres gemeinsames Mieterstromprojekt vereinbart. In der Wohnanlage Mühlengrund in Hohenschönhausen entstehen sechs Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 500 Kilowatt. Mieter von mehr als 1.100 Wohnungen können bald von Ökostrom vom eigenen Dach profitieren.

Die zusammen rund 4.000 m² großen Solaranlagen werden auf insgesamt 23 Sechsgeschossern zwischen Falkenberger Chaussee, Rüdickenstraße und Am Breiten Luch, nahe dem S-Bahnhof Hohenschönhausen, errichtet. Mit ihnen lassen sich rund 420.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr ernten und rund 235 Tonnen CO2 einsparen.

„Wir freuen uns sehr, dass NEUES BERLIN damit schon das dritte und
dabei auch für Berliner Verhältnisse recht große Vorhaben mit uns
gestartet hat“
, sagte Dr. Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner
Stadtwerke, die darauf verweist, dass in der Wohnanlage Mühlengrund
weiteres Ausbaupotenzial besteht. „Wenngleich wir Nachbesserungsbedarf
im aktuellen EEG-Entwurf einfordern – etwa bei der Ausschreibungspflicht
oder bei der Mieterstromlieferung an benachbarte Gebäude – sehen wir,
dass Mieterstrom aktuell unter bestimmten Bedingungen und in enger
Kommunikation mit den Bewohnern sowie der Genossenschaft auch unter
schwierigen Bedingungen noch gelingen kann.“

Thomas Fleck, Vorstandsmitglied bei NEUES BERLIN ergänzte:
„Gemeinsam mit der Berliner Stadtwerke GmbH haben wir in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand umweltfreundliche Versorgungsprojekte auf Basis erneuerbarer Energien auf unseren Dächern umgesetzt. Wir freuen uns auf weitere Projekte wie dem im Mühlengrund, um noch mehr Mietern die Möglichkeit zu geben, vom Mieterstrom zu profitieren. In der
Zusammenarbeit hat sich schnell gezeigt, dass beide Seiten mit größtem
Interesse das Ziel verfolgen, einen ökologischen und gesellschaftlichen
Beitrag für unsere Stadt zu leisten.“

Die Berliner Stadtwerke und die Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN haben 2019 bereits erfolgreich ein Mieterstromprojekt in der Wohnanlage Malchower Aue in Hohenschönhausen umgesetzt. Dort können sich seither rund 640 Haushalte mit günstigem Ökostrom vom eigenen Dach versorgen.
Dafür wurden auf vier Gebäuden der Genossenschaft insgesamt fünf
Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 224 Kilowatt
installiert.

2020 haben die Berliner Stadtwerke auch eine bereits existierende Solaranlage auf dem NEUES BERLIN-Gebäude Degnerbogen zur
intelligenten Mieterstromanlage umgerüstet. Das Modell eignet sich auch für Besitzer von PV-Anlagen, die künftig aus der EEG-Förderung fallen.

Für die Berliner Stadtwerke ist die Umsetzung lokaler Ökostromprojekte
ein wichtiges Etappenziel, um eine klimafreundliche und bezahlbare
Versorgung für alle Einwohner zu ermöglichen. Hierfür werden u. a. in
Wohnquartieren und auf öffentlichen Gebäuden Solarstromanlagen
installiert, um sauberen Strom möglichst dort zu erzeugen, wo dieser
auch verbraucht werden kann. Neben diesem lokalen Anlagenausbau bieten die Berliner Stadtwerke mit ihrem berlinStrom-Tarif stadtweit kommunalen Ökostrom an. Mehr als 19.000 Ökostrom-Haushalte zählt der einzige öffentliche Energieversorger Berlins heute zu seinen Kunden.


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