Dienstag, 27. Oktober 2020
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Bezirke setzen auf Sonnenenergie: Lichtenberg beginnt

Solardachmontage der Berliner Stadtwerke

Die Berliner Stadtwerke GmbH expandieren ihr Geschäft mit klimafreundlicher Energieerzeugung. Gut zwei Jahre nach dem Beginn der Geschäftsaktivitäten sind die Berliner Stadtwerke bereits arktführer im Zubau von PV-Anlagen in der Berlin. Eine Solarstromkapazität von sieben MWp (solare Spitzenleistung bei Sonnenschein) ist bereits am Netz. Daneben wurden fast 21 MW Windkraft-Leistung aufgebaut. Zwei Tochtergesellschaften bestreiten das Geschäft: die Berliner Stadtwerke Energiepartner GmbH und die Berliner Stadtwerke Energiepartner GmbH. Die Konstruktion ermöglicht kommunale Inhouse-Geschäfte, um etwa Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden betreiben zu können.

Die Berliner Stadtwerke unterstützen die Berliner Bezirke bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilien. Dafür vereinbaren die Bezirke mit den Berliner Stadtwerke sogenannte Solarpakete, die eine Errichtung mehrerer Solarstromanlagen auf verschiedenen Dächern ermöglichen. Erster Bezirk ist Lichtenberg.

Sieben Solardächer in Lichtenberg werden gebaut

Auf sieben Dächern von fünf bezirkseigenen Lichtenberger Immobilien entstehen jetzt PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 367 Kilowatt Peak (kWp) und einer Gesamtfläche von 2.750 m². Sie sparen zusammen rund 150 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Je zwei Anlagen bekommen die Mildred-Harnack-Schule und das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium, weitere entstehen auf Schulen in Karlshorst und am Tierpark sowie auf dem Grünflächenamt.

„In Berlin ist bisher nur ein Bruchteil des solaren Potenzials auf den Dächern erschlossen. Deshalb haben wir uns so aufgestellt, dass wir gemeinsam mit dem Land auch öffentliche Liegenschaften mit selbsterzeugtem Ökostrom versorgen“, sagt Andreas Irmer, Geschäftsführer der Berliner Stadtwerke. Neben Lichtenberg sind mit acht weiteren Bezirken die Gespräche bereits fortgeschritten und mit drei Bezirken beginnen sie demnächst.

Solardach-Initiative in Lichtenberg
Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Andreas Irmer, Geschäftsführer der Berliner Stadtwerke, auf dem Dach der Max-Taut-Schule – Foto: © Bezirksamt Lichtenberg

Lichtenberger Bürgermeister auf dem Weg zur SolarCity

Michael Grunst, Lichtenberger Bezirksbürgermeister verantwortet auch das Immobilien-Ressort, und hat die Stadtwerke-Initiative sofort aufgegriffen:

„Dass Lichtenberg als erster Bezirk vorangeht, erfüllt mich mit Freude. Ich hoffe wir machen mit diesem Schritt den Anfang für die ganze Stadt: Berlin sollte SolarCity werden! Mit der Umsetzung dieses Projektes soll ein Meilenstein zum Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt werden. Der Schwerpunkt wurde hierbei – dem Berliner Energiewendegesetz entsprechend – auf die solare Erzeugung von Strom gelegt. Das tun wir nun gemeinsam mit den Stadtwerken“.

Neue Vertriebs- und Finanzgeschäftsführerin der Berliner Stadtwerke.

Bei den Berliner Stadtwerken arbeitet seit 1. Oktober 2018 eine Doppelspitze. Als Vertriebs- und Finanzgeschäftsführerin der Berliner Stadtwerke ist Kerstin Busch zur Geschäftsführerin bestellt worden. Die 53-Jährige ergänzt demnach den bisherigen Alleingeschäftsführer Andreas Irmer. Sie übernimmt von ihm die Ressorts Vertrieb und Finanzen. Irmer behält das investive Geschäft, das Kommunalgeschäft und das Technikressort. Die promovierte Ingenieurin Busch bringt Erfahrung bei der Entwicklung neuer Produkte ein, etwa bei Mieterstrom und E-Mobilität. Diese sammelte sie im Mannheimer MVV-Energie-Konzern, in der Berliner Energieagentur und bei einem Entwickler von Photovoltaik(PV)-Kraftwerken.